Räuchern, ein besonderer Brauch

Die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Jänner ist für mich eine besondere Zeit. Das sind die Rauhnächte, welche auf eine sehr lange Tradition zurück blicken. Man sagt, es ist die Zeit zwischen den Jahren, denn unser Kalenderjahr deckt sich nicht genau mit dem Mondjahr, welches 354 Tage hat. Übrig bleiben 11 bzw. 12 Nächte, die weder in das eine, noch in das andere Jahr gehören. Die Rauhnächte starten mit der Wintersonnenwende, heuer am 21.12.2017. Dies ist die längste Nacht und der kürzeste Tag im Jahr, denn die Mittagssonne erreicht auf unserer Nordhalbkugel ihren Tiefststand. Kein Wunder also, wenn sich um diese dunkle Zeit im Jahr jede Menge Geschichten und Mythen ranken.
Sicherlich kennt ihr auch alle die Sonnwendfeuer, die am Land zur Sommersonnenwende im Juni entfacht werden, oder? Auch sie haben einen spirituellen Hintergund, denn auch der 20. bzw. 21. Juni gilt als wichtiger Tag in sehr vielen Kulturkreisen unserer Erde. Sogar meine Oma aus dem Mostviertel, die ja eher zur katholischen Kirche tendiert, kennt den Brauch des Räucherns in dieser Zeit. Früher hat man, ganz besonders am Land, die Ställe der Tiere, den Hof und/oder die Wohnhäuser und auch die Grundstücksgrenzen ausgeräuchert, um die Luft zu reinigen und die guten Energien herein zu lassen. Es wird erzählt, dass in den Rauhnächten die Tore zur anderen Welt, zu unseren Ahnen, Lichtwesen, Geistern und Göttern weit geöffnet sind und wir unsere Wünsche in dieser besonderen Zeit an sie aussenden können. Ein schöner Gedanke, oder? 🙂

Ich persönlich nutze die Rauhnächte sehr gerne zur Innenschau und zur Reinigung meiner Gedankenwelt, frei nach dem Motto: Negatives darf gehen und Platz für Gutes und Positives machen. ❤

Nun zum Räuchern selbst. Dazu braucht ihr ein wenig Ausrüstung, wie eine feuerfeste Schale oder Pfanne, etwas Sand, Räucherkohle, eine Feuerquelle (Streichhölzer oder Feuerzeug) und natürlich Räucherwerk. Bestenfalls habt ihr das Räucherwerk sogar schon zuhause. Ich verwende nämlich sehr gerne Salbei, Lavendelblüten oder Rosenblüten. Heute hab ich sogar feines Fichtenharz mit dabei, welches ich auf einem wunderschönen Adventmarkt in Niederösterreich erstanden habe. Dann legen wir los!

Zuerst gebt ihr den Sand in die feuerfeste Schale und zündet die Räucherkohle an. Es dauert nämlich etwas, bis diese zu glosen beginnt und grau oder weiß wird.

Räucherkohle01

Dann geht es auch schon los. Ihr könnt zum Beispiel mit dem Salbei beginnen, denn er reinigt ganz hervorragend. Als ich noch meine wunderbaren entspannenden Energieanwendungen gegeben habe, habe ich nach den Terminen den Raum immer mit Salbe gereinigt. Ihr glaubt gar nicht, wie frisch und klar die Luft im Raum hinterher war.  Den Salbei legt ihr also ganz einfach auf die glosende Räucherkohle. Ihr seht auf dem Bild eine Feder, diese verwende ich gerne zum Verteilen des Rauches im Raum. Ich beginne meist mit dem Eingangsbereich und arbeite mich dann in das höhere Stockwerk unseres Hauses vor. Natürlich könnt ihr auch einfach gemütlich auf eurer Couch sitzen bleiben, denn die Regeln dazu bestimmt ihr selbst. 😉

Wenn der Salbei nicht mehr raucht, könnt ihr die Reste mit einem alten Löffel von der Kohle schubsen und das nächste Räucherwerk auflegen. Ich hatte Lavendelblüten. Diese duften angenehm süßlich und schaffen eine beruhigende Atmosphäre. Während der Lavendel vor sich in räuchert, könnt ihr euch Gedanken machen, wie es in euch aussieht. Was möchtet ihr verändern, wo möchtet ihr näher hinsehen, welche Bereiche möchtet ihr im kommenden Jahr stärken und nähren?

Danach habe ich die Rosenblüten aufgelegt, die duften auch ganz fein blumig und süß. Auch hier könnt ihr euch wieder selbst ein paar Fragen zu allen möglichen Bereichen eures Lebens stellen, zum Beispiel: wie stellt ihr euch das kommende Jahr vor? Wollt ihr etwas in eurem Leben verändern?

Fichtenharz01.jpg

Nach den Blüten hab ich das Fichtenharz aufgelegt. Den Duft mag ich besonders gerne. ❤ Hier könnt ihr eure Aufmerksamkeit auf jene Bereiche lenken, die ihr vielleicht umgestalten oder komplett verändern möchtet. Wichtig ist, dass ihr euer Räucherritual mit einem Dank beendet und damit eure Wünsche quasi hinaus schickt – denn jetzt wird gelüftet. Frische Luft ist nach dem Räuchern nämlich sehr wichtig. Die Luft im Raum oder Haus ist hinterher ganz klar und wunderbar frisch, ihr werdet sehen!

Nachdem ich  mit diesem Beitrag bei der BloggerParade dabei bin, gibt es hier noch die Links zu den anderen Beiträgen von meinen KollegInnen, die lauter feine Ideen rund ums Thema Silvester zusammen getragen haben, schaut mal rein!

Mit dabei sind diesmal:

18.12. – Christina F.
19.12. – Tina B.
20.12. – Melanie
21.12. – Annette
22.12. – Sonja

Hinweis: Die Links funktionieren erst am Erscheinungstag ab 8.00h 😉

Mels duft(er) Blog macht eine kleine Weihnachtspause, denn die Zeit mit der Familie und Freunden ist mir sehr wichtig. Folgt mir auf facebook, da halte ich euch auf dem Laufenden. Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest, gemütliche Feiertage und wunderbare Rahnächte!

Bis bald,

eure Mel

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7 Gedanken zu “Räuchern, ein besonderer Brauch

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