Unsere Nummer 1 in der duften Babypflege: das Rosenhydrolat

Einge meiner Freundinnen sind gerade schwanger oder haben gerade ein ganz kleines Baby und deshalb hatte ich letztes Wochenende gleich 2 Aromaberatungen zum Thema „Dufte Babypflege“. Das freut mich natürlich sehr, denn das ist ein besonders wichtiges Thema für mich, weil nicht alles für die überaus zarte Babyhaut geeignet ist und da oft auch Vorsicht geboten ist. Denn nur weil es Natur ist, heißt das noch lange nicht, dass nicht auch schaden kann. Also stelle ich euch heute das Rosenhydrolat näher vor, das ich persönlich am Liebsten bei meinem Sohn eingesetzt habe und auch immer noch verwende, weil es einfach so toll ist.

So entsteht ein Hydrolat

Ein Hydrolat entsteht quasi als „Nebenprodukt“ bei der Wasserdampf-Destillation von ätherischen Ölen. Vergangenen Sommer habe ich mein erstes Lavendelyhdrolat selbst destilliert. Wie das funktioniert hat und wie wunderbar es roch, habe ich euch hier geschildert.

Destille beschriftet01

Destillation von Lavendel = Lavendelhydrolat + ätherisches Lavendelöl

Dabei kommt es stark auf die Pflanze an, wieviel ätherisches Öl diese enthält. Die Rosenblütenblätter haben recht wenig von dem duftenden Öl, sodass das ätherische Rosenöl unglaublich kostbar ist. Für 1 kg ätherisches Rosenöl werden in etwa 3.500 bis 5.000 kg Rosenblüten benötigt. Dazu werden die Rosenblütenblätter früh morgens von Hand geerntet, denn da ist der Gehalt an ätherischen Öls am höchsten. Jetzt ist klar, warum dieses ätherische Öl zu den kostbarsten und teuersten gehört, oder? 😉
Aber nun zurück zum wunderbaren Rosenhydrolat, denn zum ätherischen Rosenöl gibt es einen separaten Beitrag, das würde hier nämlich den Rahmen sprengen.

Rosenhydrolat01

Rosenhydrolat, mehrfach destilliert

Rosenhydrolat hat eine lange Tradition

Rosenhydrolat blickt auf eine lange Tradition zurück, historische Quellen berichten, dass im Jahre 810 nach Christus dreißigtausend Flaschen Rosenwasser nach Bagdad geliefert wurden. 😮
Die Kulitvierung der Rosen begann in Persien, dann folgte Indien, Nordafrika, die Türkei und schließlich auch Bulgarien. Hauptsächlich wird das Hydrolat aus der Rosa damascena hergestellt, aber es gibt auch Produkte aus der Rosa centifolia. Das berühmte Rosenwasser findet auch heute noch in vielen (orientalischen) Speisen Verwendung. Ein paar Vorschläge von mir findet ihr weiter unten. 😉

Rosenhydrolat in der Köperpflege

Aber natürlich könnt ihr das Hydrolat auch in der Körperpflege anwenden. Weil es so mild ist, habe ich es immer, mit Mandelöl gemischt, bei rotem Popo von meinem Sohn verwendet. Aber in der selben Kombi könnt ihr es auch nehmen um feuchtes Toilettenpapier herzustellen. Dazu gibt es auch ein fertiges Produkt, namens Cleany. Das könnt ihr aber auch zum Abschminken verwenden, gemeinsam mit den Gesichtsreinigungstüchern die ideale Kombi. Es bringt mir die nötige Frische, reinigt super und die Haut ist hinterher angenehm gepflegt.

Rosenhydrolat Trio.jpg

Ein perfektes Trio

Das Rosenhydrolat ist wahrscheinlich das beliebteste Hydrolat zur Herstellung von Cremen und wird da als Wasserphase verwendet. Auch hierzu sind einige Beiträge geplant, da ich immer wieder danach gefragt werde, wie man denn sowas selbst herstellt. Ich freue immer wieder über solche Inputs, denn schließlich schreibe ich ja nicht nur für mich selbst, sondern für euch, meine LeserInnen! ❤
Das kostbare Wasser hat ein breites Wirkungsspektrum, es wirkt wundheilend, entzündungshemmend, antiviral, anitseptisch, hautpflegend, beruhigend und kühlend. Ich verwende es außerdem gerne als erfrischenden Spray, wenn im Büro die Luft zu trocken wird, sprühe es direkt in mein Gesicht. Aber auch  morgens als Gesichtswasser, so beginnt mein Tag gleich mal mit einem Meer aus Rosen, einfach herrlich. ❤

Blumiger Begleiter im Alltag

Ganz gute Erfahrungen hab ich auch bei der ewig wiederkehrenden Bindehautentzündung von meinem Sohn gemacht. Ich habe ihm das Hydrolat einfach ins Gesicht gesprüht – er zerkugelt sich immer noch darüber. 😉  Wenn ihr das ebenfalls so anwenden möchtet, bitte stellt sicher, dass ihr ein naturreines Rosenhydrolat habt, das nicht mit Alkohol verdünnt ist. Oft wird dieser als Konservierungsmittel eingesetzt und dann ist es für die Anwendung auf wunden Hautflächen oder für das Gesicht bzw. die Augen keinesfalls geeignet!
Bei Halsschmerzen könnt ihr es zum Gugeln verwenden und wenn ihr es einnehmt, verbessert ihr eure Darmtätgikeit und stärkt euer Immunsystem, toll oder?
Wenn ihr beim nächsten Mädelsabend den Prosecco zu etwas Besonderem machen möchtet, dann gebt doch 1 TL Rosenhydrolat ins Glas bevor ihr einschenkt. Dann habt ihr ein neues Geschmackserlebnis. Es passt ganz großartig zu diversen Fruchtsalaten oder auch zu Sorbets oder cremigen Toppings von Cupcakes. Ihr seht, eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Habt ihr das Rosenhydrolat auch schon mal verwendet? Ich freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt und mir einen Kommentar hinterlasst!

Alles Liebe,

eure Mel

 

 

Quellenangabe:
„Hydrolate –  Sanfte Heilkräfte aus Pflanzenwasser“ von Ingrid Kleindienst-John, Freya Verlag
„Praxis Aromatherapie“ von Monika Werner und Ruth von Braunschweig, Haug Verlag
„Aromatherapie“ von Dietrich Wabner und Christiane Beier, Verlag Urban & Fischer

 

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